Der Boldo-Strauch für Niere und Blase

118 total views, 1 views today

Seitdem die Spanier Amerika erobert haben, kannte die Urbevölkerung des heutigen Chiles den Boldo-Strauch und brauchten ihn, um Leiden wie Gliederschmerzen und Verletzungen der Sehnen und Bänder zu heilen und so einige seiner Eigenschaften zu nutzen. Das Anbaugebiet des Strauches ist nicht sehr verbreitet, weil er für seine optimale Entwicklung ein mediterranes Klima benötigt.

Ursprünglich ist der Boldo-Strauch in Chile beheimatet, doch heutzutage wird er auch in Mexiko und Peru gepflanzt und angewendet. Das Anbaugebiet des Strauchs ist nicht sehr verbreitet, weil er für seine optimale Entwicklung ein mediterranes Klima benötigt.

Der Boldo-Strauch ist etwa zwei bis drei Meter groß (er kann bis zu sechs Meter groß werden), mit ovalen, gegenübergestellten Blättern, kleinen weißen Blüten mit Blütentrauben.

Es werden vor allem die Blätter genutzt, weil diese alle chemischen Therapiestoffe beinhalten, die wir im Folgenden aufzählen werden.

Chemische Inhaltsstoffe

Der Strauch enthält größtenteils ätherisches Öl, Flavonoide (deren biologische Aktivität hat beim Genuss positive Wirkungen auf die Gesundheit und dient beispielsweise zur Vorbeugung von Krebs und Herzkrankheiten) und Alkaloide.

Das ätherische Öl macht zwischen 1 und 3 % des getrockneten Blattes aus, welches reich an Monoterpen-Kohlenhydraten ist.

Die Alkaloiden, die sich auch in den Blättern befinden, enthalten vor allem ein Aporphin, das Boldin. Dieses ist für die Funktion der biliären Harnblase verantwortlich.

Der Gesamtgehalt an Alkaloiden beträgt zwischen 0.25 und 0.50%. Das Boldin macht etwa ein Drittel aller Alkaloiden aus.

Pharmakologische Angaben

In hohen Mengen konsumiert hat der Boldo-Strauch eine choleretische Wirkung. Dank der Synergie und der gemeinsamen Wirkung der aktiven Stoffe des Boldo-Strauchs wurde eine erhöhte biliäre Ausscheidung festgestellt (kollagene Aktion).

Heilende Eigenschaften

Allgemein hat der Boldo-Strauch eine kollagene, abführende, tonische, verdauungsfördernde, Fieber senkende und harntreibende Wirkung.

Spezifisches:

  • Schont unsere Nieren: die wichtigste Hauptfunktion dieser Pflanze ist die Fähigkeit, die hepatischen und biliären Funktionen zu regulieren. Sie wirkt zudem gegen Steine in der Harnblase. Für diese Wirkung wird der Boldo-Strauch wie folgt verwendet: Es werden drei Blätter des Strauchs in zwei Tassen Wasser über Nacht eingelegt. Am Morgen erwärmt man ein Viertel des Glases und trinkt es auf den nüchternen Magen. Der Rest wird nach den Mahlzeiten getrunken.
  • Nach den Mahlzeiten hilft der Boldo-Strauch als Tee der Verdauung. Ein Teelöffel geschnittener Blätter pro Liter Wasser über den Tag getrunken stärkt den Magen.
  • Auf dem Bauch aufgelegte Kompressen stärken den Magen, verbrennen Fett und beruhigen die Nerven.
  • Weiter kann der Boldo zur Heilung von violetten Farbflecken auf dem Gesicht helfen, die durch die Erweiterung der Bläschen entstehen.
  • Er ist zudem ein gutes harntreibendes Mittel, da er das Alkaloid Boldina enthält und hilft, die Harnsäure auszuscheiden.
  • Der Boldo-Strauch kann auch im Badewasser benutzt werden, um dank den entzündungshemmenden Eigenschaften und den ätherischen Ölen (vor allem Cyneol und Limonen) gegen Wassersucht und Rheuma zu helfen.
  • Er kann in Bädern auch dank seinen eigenen Fungiziden zur Heilung von vaginalen Infektionen genutzt werden, die durch Candida Albicans hervorgeruft werden.
  • Dank des Inhaltsstoffes Eukalyptol hilft er, die Brust zu entstauen und stimuliert das Aushusten von angesammelten Sekretionen in den Lungen.

Wie nehmen wir den Boldo-Strauch ein?

Auch wenn wir weiter oben einige Dosierungen für bestimmte Beschwerden erwähnt haben, wird der Boldo präventiv oder heilend für eine Vielzahl von Leberproblemen wie folgt angewendet: eine Prise oder ein Teelöffel der Blätter des Boldos pro Tasse Wasser, eingenommen nach den Mahlzeiten.
Dieser Tee hilft auch Personen zu beruhigen, die an Schlafstörungen leiden und regt die Verdauung an.

Wenn Sie an einer schwereren hepatischen oder biliären Störung leiden, wie beispielsweise an einer hepatischen Kolik, hilft ein Tee mit 25 g Blättern in 250 ml Wasser gekocht. Der Tee wird dreimal täglich getrunken.

Nebenwirkungen

Bei einer erhöhten Einnahme kann es zu einer hypnotisierenden Wirkungen sowie zu chromatischen und auditiven Halluzinationen kommen. Weitere Nebenwirkungen sind Schwindel und Erbrechen. Wenn man allerdings die angegebene Dosis einhält, sind diese Nebenwirkungen nicht häufig.

Zudem kann eine abführende Wirkung auftreten. Deshalb wird empfohlen, die angegebene Dosis einzuhalten und einen Arzt aufzusuchen, wenn Sie an Nebenwirkungen leiden und ein anderes Medikament einnehmen, das zu einer Reaktion mit dem Boldo führen kann.

In jedem Fall sollte die Behandlungsdauer nicht mehr als vier Wochen betragen und wegen seinem hohen Gehalts an Alkaoiden nicht 10 g pro Tag übersteigen.