Blutende Hämorrhoiden behandeln

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Vergrößerte Hämorrhoiden  können sehr schmerzlich und unangenehm sein, insbesondere dann, wenn sie bluten.

Sehr viele leiden an diesem Problem oder haben irgendwann in ihrem Leben daran gelitten, insbesondere Frauen nach einer Schwangerschaft oder nach dem 35. Lebensjahr.

Anschließend erfährst du mehr über natürliche Heilmittel, mit denen blutende Hämorrhoiden behandelt werden können. Lies weiter, um mehr darüber zu erfahren.

Behandlungsmöglichkeiten bei blutenden Hämorrhoiden

Zwar reduzieren sich die Blutungen meist innerhalb von wenigen Stunden oder Tagen oder verschwinden ganz, doch trotzdem handelt es sich um eine sehr unangenehme, schmerzhafte Situation.

Der Juckreiz kann unerträglich werden, deshalb empfehlen wir verschiedene natürliche Behandlungen, mit denen diese Symptome reduziert werden können.

Schau dir folgende Empfehlungen an, um den Heilungsprozess bei blutenden Hämorrhoiden zu beschleunigen: 

Viel Wasser trinken

Wasser ist nicht nur hilfreich, um Schadstoffe auszuleiten und den Organismus mit Flüssigkeit zu versorgen. Es macht auch den Stuhl weicher.

Darüber hinaus bewirkt Wasser, dass der Stuhl schneller bewegt und ausgeschieden werden kann, da dadurch die Darmwände „geschmiert“ sind.

Fester, trockener Stuhl reizt die Hämorrhoiden und kann zu Schmerzen und Blutungen führen.

Aus diesem Grund empfiehlt es sich, mindestens zwei Liter Wasser am Tag zu trinken.

Wenn du den Geschmack des Wassers nicht magst, kannst du auch natürliche Säfte und Kräutertees trinken.

Erfrischungsgetränke, Kaffee und alkoholische Getränke werden nicht zu den empfohlenen 2 Litern Flüssigkeit gerechnet.

Verstopfung vermeiden

Wer gleichzeitig an Verstopfung und Hämorrhoiden leidet, kann sehr unangenehme Momente erleben.

Du solltest Vollkornprodukte, getrocknete Früchte (insbesondere Rosinen) und grünes Blattgemüse (wie Spinat) in deine Ernährung einbauen.

Damit kannst du Verstopfung vorbeugen und gleichzeitig Schmerzen bei der Darmentleerung reduzieren.

Bei blutenden Hämorrhoiden ist Verstopfung besonders unangenehm, denn dabei muss bei jedem Toilettengang mehr Kraft aufgebracht werden, was keinesfalls zu empfehlen ist.

Nimm dir für die Darmentleerung ausreichend Zeit und vergiss nicht, dass Druck auf das Rektum bei blutenden Hämorrhoiden zu Schmerzn führen kann. 

Zögere den Toilettenbesuch nicht hinaus

Viele denken, dass man Hämorrhoiden einfacher heilen oder die Blutungen besser stoppen kann, wenn man die Zahl der Toilettenbesuche reduziert. Doch dies ist ein Fehler.

Der Grund dafür ist ganz einfach: Je mehr Stuhl im Organismus angesammelt wird, umso schwieriger wird es, diesen ohne Schmerzen und Beschwerden zu entleeren. 

Außerdem ist dies für deine Gesundheit nicht gut, da so Schadstoffe länger im Organismus verbleiben und zu Krankheiten führen können.

Auch wenn du durch die Hämorrhoiden an starken Schmerzen leidest, musst du tapfer sein und immer rechtzeitig zur Toilette gehen.

Wenn du den Toilettengang hinauszögerst, wird die Darmentleerung danach bedeutend unangenehmer und häufig schmerzhaft sein.

Du benötigst danach länger, um dich wieder zu erholen und bist für weitere Blutungen anfälliger. 

Reduziere den Konsum schädlicher Nahrungsmittel

Salz gehört zu den schlimmsten Feinden der Hämorrhoiden, da dieses die Einlagerung von Flüssigkeiten im Gewebe fördert.

Und was hat dies mit vergrößerten Hämorrhoiden zu tun? Wenn der Körper durch die angesammelte Flüssigkeit anschwillt, vergrößern sich auch die Blutgefäße im Rektum.

In der Follge kommt es eher zu Blutungen, Schmerzen und Beschwerden beim Toilettengang oder beim Sitzen.

Wir empfehlen dir auch, den Konsum von Kaffee, Alkohol, Schokolade, fetten Speisen, Zucker und Weißmehl zu reduzieren. All diese Nahrungsmittel erzeugen einen härteren, trockeneren Stuhl, der schwieriger zu entleeren ist.

Mit einer ausgeglichenen Ernährung werden die Symptome jedoch gelindert. Vergiss nicht, ausreichend Gemüse und frisches Obst zu essen!

Versuche bei deinen Mahlzeiten alle Lebensmittelgruppen einzubauen und immer kleine Portionen zu essen.

Richtige Hygiene

Wenn die Hämorrhoiden bluten, wird nicht nur der Juckreiz unangenehmer, auch die Gefahr für eine Infektion ist größer. Jedesmal wenn du auf die Toilette gehst, solltest du dich danach gut mit kaltem oder lauwarmem Wasser waschen.

Vermeide die Verwendung von Toilettenpapier, denn dieses kann den Bereich reizen und die Blutungen verschlimmern. Das getrocknete Blut sollte vorsichtig abgewaschen werden, damit es nicht zu lange auf der Haut oder der Unterwäsche verbleibt.

Eine gute Möglichkeit, um diesen Bereich zu waschen sind Sitzbäder. Du kannst dafür eine kleine Wanne mit lauwarmem Wasser verwenden und den betroffenen Bereich darin ein paar Minuten lang baden bis Linderung zu spüren ist.

Verwende zum Abtrocknen kein Handtuch, denn auch damit könnte der Bereich gereizt werden.

Haltung verändern

Langes Sitzen ist bei vergrößerten oder blutenden Hämorrhoiden nicht zu empfehlen.

Wer jedoch aufgrund seiner beruflichen Verpflichtungen lange Zeit am Schreibtisch oder vor dem Computer sitzen muss, sollte zumindest versuchen, jede Stunde ein paar Minuten lang aufzustehen und ein paar Schritte zu tun.

So kannst du die Durchblutung fördern und verhindern, dass sich im Rektum Blut ansammelt, was die Schmerzen und Beschwerden verschlimmern könnte.

Es empfiehlt sich nicht, zu intensive Übungen oder sportliche Aktivitäten durchzuführen, du solltest beispielsweise auf Gewichtheben, Spinning oder Tennis verzichten.

Entscheide dich besser für entspannende Bewegungsformen wie Schwimmen, Yoga oder Laufen.

Natürliche Behandlungen

  • Aloe Vera zählt zu den besten Naturheilmitteln gegen Hämorrhoiden. Du kannst einfach ein Blatt der Länge nach aufschneiden, das Gel entnehmen und auf den betroffenen Bereich auflegen. Beachte dabei, dass sich das Gel direkt auf den Hämorrhoiden befindet. Innerhalb von wenigen Minuten wirst du bereits Erleichterung spüren.
  • Eis ist eine weitere effektive Möglichkeit, Juckreiz und andere Beschwerden zu lindern. Vergiss nicht, das Eis in ein Tuch einzupacken, es sollte nämlich nie direkten Kontakt mit der Haut haben, da es ansonsten zu Verbrennungen kommen könnte.
  • Wenn du Sitzbäder durchführst, kannst du einen Löffel Epsomsalz ins Wasser geben. Dieses fördert die Wundheilung.