Behandlung der häufigsten Probleme im Mund

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Eine Vielzahl an Komplikationen können im Mundbereich auftreten, nicht nur Zahnfleisch und Zähne können davon betroffen sein, sondern auch Lippen und Schleimhaut. Es ist wichtig, den Mund zu pflegen und zu schützen, um Probleme, wie z. B. Karies, Mundgeruch, Zahnfleischentzündung oder Aphten zu vermeiden.

Vorbeugung

Mehr als die Hälfte der Bevölkerung weist irgendein Problem im Mund auf. Diese  können durch unangebrachte Hygiene zustande kommen oder durch unzureichende vorbeugende Zahnarztbesuche. Es ist äußerst wichtig, sich regelmäßig untersuchen zu lassen, um jegliche Veränderung in diesem sehr sensiblen Bereich unseres Körpers zu erkennen.  So kann Munderkrankungen und -schmerzen vorgebeugt werden. Hierfür schlagen wir Ihnen folgende Tipps vor:

  • Verringern Sie den Zuckerkonsum: Zucker bewirkt bakteriellen Zahnbelag, was zu einem erhöhten Zahnschmelz- und Kariesrisiko führt. Mindern Sie den Konsum von kohlensäurehaltigen Getränken und Kaffee, zwei Erzfeinde für weiße Zähne. Die Einnahme von zu kalten oder zu heißen Lebensmitteln kann ein Ungleichgewicht im Mund bewirken, die Zähne werden sensibler.
  • Putzen Sie Ihre Zähne drei Mal am Tag: morgens, nach dem Mittagessen und vor dem Zubettgehen. Bürsten Sie jeweils um die 3 Minuten. Verwenden Sie ebenfalls Zahnseide, Zungenreiniger und Mundspülung für eine gründliche Mundhygiene, vermeiden Sie Zahnaufheller und führen Sie jedes Jahr eine professionelle Zahnreinigung durch.
  • Achten Sie auf die Medikamente, die Sie einnehmen: Verhütungsmittel, Antibiotika, Beruhigungsmittel, Analgesika, Antihistaminika und Antidepressiva, die für eine längere Zeit eingenommen werden, bewirken eine Reduzierung der Speichelproduktion. Der Mund bleibt somit vor schädlichen Einflüssen ungeschützt.
  • Sensibles Zahnfleisch sollte behandelt werden: wenn das Zahnfleisch beim Zähneputzen, beim Essen eines Apfels oder eines Brotstückes blutet, sollten Sie Ihren Zahnarzt aufsuchen, damit Ihnen dieser eine angebrachte Behandlung verschreibt.

Wie werden allgemeine Probleme im Mundbereich behandelt?

Karies ist der gefährlichste aber auch häufigste Feind unserer Zähne. Karies ist auf Zahnbelag zurückzuführen. Dieser wird auch Plaque genannt und besteht aus einer Mischung aus Essensresten und Speichel, die sich nach dem Essen bildet und an den Zähnen festhaftet. Bei einem Kontakt mit den Mundkeimen fermentiert der Zucker und es bildet sich eine Säure, die die Zähne befällt. Aus diesem Grund wäre es angebracht, sich die Zähne nach jedem Essen zu putzen und im Falle, dass Karies vorhanden ist, sollte auf jeden Fall ein Zahnarzt aufgesucht werden. Wird Karies nicht behandelt, kann es zu Schmerzen und zu einem Befall des Zahnnervs kommen.

Zahnfleischbluten ist ebenfalls eine Erkrankung, an der ein großer Teil der Bevölkerung leidet. Es wird durch Bakterien ausgelöst, die das Zahnfleisch entzünden und Blutungen beim Zähnebürsten oder beim Essen von bestimmten Lebensmitteln hervorrufen. Grund dafür ist eindeutig eine schlechte Mundhygiene. Dieses Problem kann mit speziellen Maßnahmen vom Zahnarzt behandelt werden. Es gibt spezifische Zahnpasta oder -gels, die gegen dieses Problem vorbeugen. Sollte Zahnfleischbluten nicht behandelt werden, kann es zu Parodontitis, allgemein als Parodontose bekannt, führen, die ein viel ernsteres Problem darstellt, weil dabei der Zahnknochen angegriffen wird.

Mundgeruch (Halitosis) kann durch ein Ungleichgewicht im Mund verursacht werden. Ursachen können Karies, schlechte Mundhygiene, inkorrekte Speichelproduktion oder Magen-Darmprobleme sein. Minze ist eines der effektivsten natürlichen Heilmittel, um dieses unangenehme Aroma zu beseitigen.

Aphten können aus verschiedenen Gründen entstehen. Sei es durch Stress, eine zu scharfe Mahlzeit, ein zu starkes Hygieneprodukt, ständiges Beißen der inneren Seite der Lippen, eine Verletzung beim Kauen oder Beißen usw. Normalerweise treten Sie bei einer Schwächung der Abwehrkräfte auf, da sich in diesem Zustand die Mikroorganismen im Mund destabilisieren. Sie tauchen vereinzelt auf und sollten vom Herpesvirus unterschieden werden, da die Behandlung nicht gleich ist. Aphten können auch bei der Verwendung von Zahnspangen auftreten. Meist verschwinden Sie von alleine, wenn dies aber nach mehreren Tagen oder Wochen nicht geschieht, sollte das Immunsystem gestärkt werden. Als Naturheilmittel empfehlen wir Honig. Dieser wirkt antiseptisch und antimikrobiell und wird direkt auf die Mundblase aufgetragen. Salbei, Wasserstoffperoxid oder eine Salz-Wasser-Lösung können als Mundspülung ebenfalls heilend wirken.

Zungenbrennen oder Glossodynie (Burning-Mouth-Syndrom, BMS) bewirkt Verbrennungen ähnliche Schmerzen, an denen vor allem Frauen in den Wechseljahren oder Männer mittleren Alters leiden. Es können Symptome wie Brennen, Mundtaubheit, bitterer Geschmack, Trockenheit oder Metallgeschmack auftreten. Minze eignet sich bestens zur Linderung, da sie antiseptisch und erfrischend wirkt. Bereiten Sie einen Tee zu und führen Sie mehrmals am Tag Mundspülungen durch. Sie können auch die heilenden Eigenschaften des Knoblauchs in Kombination mit der Zwiebel nutzen. Vermengen Sie beide Gemüsesorten und tragen Sie diese für einige Sekunden auf die Zunge auf. Spülen Sie danach den Mund mit kaltem Wasser. Die Beschwerden und Entzündung werden sofort gelindert.

Mundtrockenheit kommt ebenfalls sehr häufig vor, die durch Stress, Angstgefühle, Depression, Entzündungen, Zigarettenkonsum, Diabetes, Immunsystemstörungen, Dehydratation und die Einnahme von Antidepressiva oder Bluthochdruckmittel verursacht werden kann. Symptome sind hier meist, Brennen, Schmerz, Mundgeruch, Geschmacksveränderungen oder Karies. Sie können folgende natürlichen Heilmittel anwenden, um diese zu lindern: Kamillentee (regt die Speicheldrüsen an), Grüntee (als Vorbeugungsmaßnahme, da er antibakteriell wirkt) und Ingwer (erhöht die Speichelproduktion und beseitigt Mundgeruch).