Auf diese 9 Ernährungslügen fallen Sie jeden Tag herein

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Fleisch, gegrillte Wurst, Salz und Milch sind ungesund und verkürzen das Leben. Nur Vegetarier, Veganer und Menschen mit niedrigem BMI leben gesund und lange. Doch das ist alles falsch.

  • Fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag überfordern bei vielen Menschen die Verdauung.
  • Fleischesser sind psychisch und körperlich gesünder als Vegetarier.
  • Menschen mit einem höheren BMI sind meist gesünder und leben länger.

„Krebsrisiko Fleisch“, „Salz gefährdet Herz und Hirn“, „Dicke sterben früher“. Solche und ähnliche Meldungen lassen nur einen Schluss zu: Unsere Ernährung ist lebensgefährlich und wer sich ungesund ernährt, stirbt früher.

Ständig gibt es neue Meldungen über Studien, die beweisen, dass die Ernährung ausschlaggebend dafür ist, ob wir gesund alt werden oder krank vorzeitig sterben.

Doch oft handelt es sich dabei um Ernährungsmythen und Lügen. Manchmal trifft sogar das genaue Gegenteil zu, wie Uwe Knop in seinem neuen Buch „Ernährungswahn. Warum wir keine Angst vorm Essen haben müssen“ erklärt.

Die größten Ernährungslügen:

1. Fünf am Tag, also fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag sollen vor Krebs und Herzinfarkt schützen, sowie die Lebenszeit deutlich verlängern. Die im Jahr 2000 ins Leben gerufene Aktion ist jedoch wenig sinnvoll.

Große Ernährungsstudien, wie die EPIC-Studie (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition) mit einer halben Million Teilnehmern konnte keinen signifikanten Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Obst/Gemüse und Krebs beweisen.

2. Obst und Gemüse sind gesund. Diese Aussage trifft nicht für alle Menschen zu. Viele vertragen Pflanzenkost nur schlecht – vor allem in so großen Mengen wie die 5-am-Tag-Kampagne es fordert. Laut Gesundheitsstatistik sollen Magen-Darm-Erkrankungen seit Beginn dieser Aktion um bis zu 80 Prozent gestiegen sein.

3. Fleisch erhöht das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Diese Behauptung ist wissenschaftlich umstritten. Der eindeutige Beweis, dass Eiweiß und gesättigte Fettsäuren aus Fleisch diese Nebenwirkungen haben, fehlt bislang.

4. Gegrilltes ist krebserregend. Einige Stoffe, die entstehen, wenn Fleisch und Bratwurst zu sehr bräunen oder ihr Saft in die Glut tropft, sind zwar tatsächlich schädlich. Beweise, dass mit normalem Grillen im Sommer, also ein paar Mal pro Jahr, bereits das Krebsrisiko steigt, gibt es jedoch nicht.

5. Vegetarier sind gesünder und leben länger. Manche Studien bestätigen das, andere nicht. So zeigt etwa eine Untersuchung der University of Manchester, dass Allesesser im Vergleich zu Vegetariern nur ein leicht erhöhtes Risiko haben, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben. Die Ernährung scheint also keinen großen Effekt zu haben. Eine Studie der Universität Graz zeigt sogar, dass Fleischesser körperlich und psychisch gesünder sind als Vegetarier.

6. Vegane Ernährung ist die gesündeste Form zu essen. Auch hier gibt es Studien, die das bestätigen, andere jedoch widerlegen diese Aussage. Der positive gesundheitliche Effekt darf jedoch angezweifelt werden: Veganer laufen Gefahr, eine Mangel an wichtigen Mineralstoffen und Vitaminen zu erleiden, vor allem B12. Sonst drohen Nervenschäden.

Für kleine Kinder, Schwangere und Senioren ist vegane Diät sowieso nicht geeignet – weil sie so gesund ist? Kein Wunder, dass 70 Prozent der Veganer und 80 Prozent der Vegetarier auf Dauer wieder zu Allesessern werden.

7. Jede Prise Salz erhöht den Blutdruck und das Herzinfarktrisiko. Studien zum Thema Bluthochdruck konnten diesen Zusammenhang nicht belegen. Fest steht, dass nur zu viel, aber auch zu wenig Salz schaden kann – und damit das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht, wie mehrere Studien im New England Journal of Medicine zeigen.

8. Milch verkürzt das Leben. Auch diese Warnung sollte nicht ernst genommen werden. Die zugrundeliegende Untersuchung ist eine Beobachtungsstudie – wie so viele Studien zum Thema Ernährung.

Was dabei schief laufen kann: Viele Faktoren bleiben unbeachtet, andere werden zufällig in Korrelation gestellt.

So entstehen dann Schlussfolgerungen wie „Störche bringen Kinder“, weil die Tatsachen, dass in einer Stadt wieder mehr Geburten verzeichnet werden und gleichzeitig Störche auf dem Rathausdach ein Nest gebaut haben gleichzeitig beobachtet werden.

9. Hoher BMI = niedrige Lebenserwartung.  Hier trifft das Gegenteil zu – falls der BMI nicht extrem hoch ist. Zahlreiche Studien beweisen, dass ein hoher BMI mit einer höheren Lebenserwartung verbunden ist und mit einem geringeren Krankheitsrisiko.