An diesen 15 überraschenden Anzeichen erkennen Sie eine Depression

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Angstzustände, weiche Knie und Appetitlosigkeit: Eine Depression hat viele Gesichter. Betroffene wissen oft nicht, dass sie ernsthaft krank sind und professionelle Hilfe bräuchten. Kaum jemand kennt die 15 häufigsten Symptome einer Depression.

  • Depressionen sind für Betroffene oft nicht leicht zu erkennen.
  • Typisch sind nicht nur seelische, sondern auch körperliche Symptome.
  • Unsere Experten erklären, worauf Sie bei der Selbstdiagnose achten sollten.

Bin ich depressiv oder einfach nur schlecht drauf? Viele Menschen hadern mit der Antwort auf diese Frage. Denn eine behandlungsbedürftige Depression erkennt ein Laie nur schwer. Viele Anzeichen bringen wir nicht automatisch mit einer Depression in Verbindung. Annette Schlipphak, Vizepräsidentin des Berufsverbands Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP), nennt 15 entscheidende Symptome:

Psychische Symptome

  • Angstgefühle
  • Antriebslosigkeit
  • Freudlosigkeit
  • geringes Selbstwertgefühl
  • schlechte Konzentrationsfähigkeit
  • sexuelle Unlust
  • Schuldgefühle

Physische Symptome

  • Schlafstörungen
  • Herzklopfen und Herzrasen
  • weiche Knie
  • Schwindel
  • Appetitlosigkeit
  • hoher Adrenalinspiegel
  • Druck auf der Brust und Atembeschwerden
  • teilweise Sehstörungen

Seelische und körperliche Anzeichen

Bei einer Depression kann es dem Gehirn an Serotonin mangeln, erklärt Schlipphak. Der Botenstoff löst im Normalfall Glücksgefühle aus. Ein Mangel kann sich in Angst, Aggression und einer depressiven Stimmung äußern.

Viele Betroffene klagen aber nicht nur über eine angeschlagene Psyche, sondern auch über körperliche Beschwerden. Angstzustände können zu Herzrasen und schlechtem Schlaf führen, eine innere Anspannung zu schmerzenden Gelenken. Außerdem nehmen wir bereits vorhandene Leiden während einer Depression stärker wahr, sagt Ulrich Hegerl, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche Depressionshilfe. Wer schon immer Rückenschmerzen hatte, kann diese während einer depressiven Phase als unerträglich empfinden.

Depression selbst diagnostizieren

Erkennen Sie bestimmte Symptome an sich wieder? Das muss nicht bedeuten, dass Sie depressiv sind. Für eine Selbstdiagnose sei es wichtig, einen Vergleich zu früher zu ziehen, sagt BDP-Expertin Schlipphak. Haben Sie den Abend schon immer lieber auf der Couch verbracht hat, anstatt mit Freunden auszugehen, oder verspüren Sie ganz plötzlich keine Lust mehr, das Haus zu verlassen?

Ebenso wichtig sei ein Beobachtungszeitraum von mindestens zwei Wochen. Habe ich nur an einem bestimmten Abend keine Lust auf Gesellschaft oder zieht sich diese Unlust über mehrere Wochen hin? Auch die Trauer über den Tod eines geliebten Menschen oder die Antriebslosigkeit nach einer Trennung muss nicht bedeuten, dass Sie depressiv sind. „Nicht jedes negative Lebensereignis führt gleich zu einer Depression“, betont Hegerl. Erst, wenn Symptome über längere Zeit nicht verschwinden, werde es bedenklich.

Ich bin depressiv. Was kann ich tun?

In Deutschland sind fast fünf Millionen Menschen von einer behandlungsbedürftigen Depression betroffen. Wer das Gefühl hat, unter einer Depression zu leiden, sollte sich schnellstmöglich professionelle Hilfe holen, rät Schlipphak.