Allergien: Was hilft gegen Heuschnupfen und Hausstaub? Der Selbsttest

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Welche 7 Helfer das Leben mit einer Allergie um einiges erleichtern, weiß unsere Redakteurin Lucy aus eigener Erfahrung

Vor einigen Jahren hat es angefangen. Während ich bis zum Teenageralter komplett allergiefrei war, traf es mich plötzlich umso heftiger. Nach einer langwierigen Antibiotikabehandlung dachte sich mein Immunsystem: “So, jetzt entwickle ich ein paar Allergien und mache ihr damit das Leben zur Hölle!” Denn das ist es an einigen Tagen, wenn wieder mal Niesattacken, Hustenanfälle, Kopfweh und tränende Augen meinen Tag bestimmen.

Nichts hat geholfen

Die Liste meiner Allergien ist lang. Um nur ein paar zu nennen: Heuschnupfen, Hausstaub, Katzenhaare und einige Kreuzallergien (z.B. gegen Steinobst oder einige Nüsse). Während der letzten Jahre habe ich unzählige Dinge ausprobiert, um meine Beschwerden in den Griff zu bekommen und musste leider feststellen: So gut wie nichts hat geholfen. Rezeptfreie Antiallergika aus der Apotheke bringen bei mir genauso wenig wie eine Hyposensibilisierung, die ich über drei Jahre lang beim Hautarzt gemacht habe (jeden Monat eine Spritze in den Oberarm, aua!).

Mit der Zeit habe ich aber Helferlein gefunden, die mein Leben mit den Allergien erleichtern und sehr viel erträglicher machen. Mittlerweile kann ich wieder arbeiten und muss mich nicht bei jeder Attacke vom Arzt krankmelden lassen. Das sind meine (fast schon) Lebensretter:

Luftreiniger

Was so alles in der Wohnung rumfliegt, sehen wir meistens gar nicht. Wer aber eine Allergie hat (z.B. Hausstaub oder Pollen) merkt es nach kürzester Zeit in der Nase. Deswegen habe ich mir einen Luftreiniger zugelegt, in der Hoffnung, er würde alle Fremdkörper aus der Luft filtern und meine vier Wände zu einer pollen- und staubfreien Zone machen. Und was soll ich sagen: Danke für diese Erfindung! Seitdem “Pusti”, wie mein Freund und ich ihn liebevoll nennen, täglich auf Hochtouren läuft, geht es mir zu Hause so viel besser.

Akupunktur

Bis vor einigen Jahren gehörte ich zu den Menschen, die “an so einen Quatsch” nicht glaubten, bis meine Schmerzgrenze endgültig erreicht war. Nach einer schlaflosen Nacht (es waren glaube ich die Pollen- und “Pusti” gab es noch nicht) saß ich tränenüberströmt am Frühstückstisch und wusste mir nicht mehr zu helfen (Ärzte und jegliche Tabletten übrigens auch nicht). Da fiel mir der Akupunkturtipp meiner Tante wieder ein. Mit der Einstellung “kann ja nur besser werden” war ich nach vier (sehr angenehmen, schmerzfreien und entspannenden) Behandlungen – aufgepasst – für den Rest des Jahres komplett beschwerdelos. Kein Niesen mehr, keine kitzelnde Nase, keine tränenden Augen, nichts mehr. Seitdem ist mein Akupunkteur mein Wunderheiler, den ich jedes Jahr im März, wenn der Heuschnupfen los geht, besuche. Leider übernehmen die meisten gesetzlichen Krankenkassen keine Akupunktur und die Behandlungen sind nicht billig (ca. 100 Euro pro Sitzung), aber dieses Geld ist es mir mehr als wert. Meine Empfehlung: Setzen Sie auf einen Akupunkteur, der sein Handwerk direkt in China und nicht in einem Wochenendseminar gelernt hat. Übrigens ist das Ganze kein Hokuspokus. Ich habe mich seitdem viel mit dem Thema beschäftigt und die positive Behandlung mit den kleinen Nadeln kann medizinisch nachgewiesen werden.

Richtige Pflegeprodukte

Meine Allergien machen sich auch auf meiner Haut bemerkbar, die die meiste Zeit sehr trocken und gereizt ist. Irgendwann habe ich angefangen, spezielle Pflegeprodukte auszuprobieren. Meine Gesichtscreme ist zum Beispiel auf reiner Naturbasis und ganz ohne Duftstoffe. Auch mit meinen Haaren habe ich vor allem im Sommer zu kämpfen, nachdem ich sie mir jeden Abend waschen muss, um Pollen zu entfernen. Deswegen nutze ich seit längerem ein spezielles Allergie-Shampoo, das die Haare wirklich von allen Fremdkörpern befreit und nebenbei gut pflegt.

Allergie-Nasenspray

Nasenspray mit dem antiallergischen Wirkstoff Azelastin aus der Apotheke ist für mich tatsächlich der einzige Helfer, der das Jucken in der Nase relativ schnell lindert. Natürlich sollte man Nasenspray nicht dauerhaft nutzen, aber zwischendurch, wenn es wieder mal kitzelt, hilft mir ein kleiner Sprühstoß ungemein.

Nasendusche

Allergene, die sich in der Nase verstecken und sie so reizen, kann man am besten mit einer Nasendusche rausspülen. Nach dem Zähneputzen kurz die Nase durchzuspülen habe ich mittlerweile zu meinem Abendritual gemacht. Das entfernt übrigens nicht nur alle Allergieerreger, sondern pflegt zusätzlich die Nasenscheidewand und die Schleimhäute. Vor allem, wenn Sie oft Nasenspray benutzen, sollten Sie regelmäßig Nasenduschen machen.

Bewegung

Auch wenn es absurd klingt: Machen Sie bei einem Allergieanfall einen Spaziergang an der frischen Luft. Obwohl dort die meisten Pollen herumfliegen, hilft Bewegung dem Körper, die Fremdkörper abzustoßen. Sie werden merken, dass das Niesen nachlässt und damit auch die dadurch häufig entstehenden Kopfschmerzen nachlassen.

Mundschutz

Beim Hausputz ist mein Mundschutz (gibt’s in der Apotheke) nicht mehr wegzudenken. Vor allem beim Staubsaugen und Bettbeziehen lösen sich die meisten Pollen und Staubpartikel und wirbeln wild durch die Luft. Mit einem Mundschutz schützen Sie Mund und Nase und vermeiden einen unnötigen Allergieanfall.