Akupunktur – traditionelle chinesische Medizin

39 total views, 2 views today

Die Akupunktur ist der älteste Teilbereich der traditionellen chinesischen Medizin und gründet sich auf der Annahme, dass Krankheiten und Schmerzen dann entstehen, wenn die Energien des menschlichen Körpers, kurz als „Qi“ bezeichnet, nicht ungehindert fließen können.

Aus diesem Grund erfolgen Stiche mit Akupunkturnadeln in bestimmte Stellen des Körpers, sodass sich die Energien wieder im gesamten Organismus ausbreiten können. Diese Art der alternativen Medizin wurde laut frühen Quellen schon weit vor Christi Geburt in China angewendet und erfreut sich seit den 1930er Jahren auch in Europa zunehmender Beliebtheit.

Das Grundprinzip und der Ablauf einer Akupunktursitzung

Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) geht davon aus, dass der menschliche Körper von so genannten Meridianen durchzogen ist, durch die stetig die Lebensenergien eines Menschen strömen. Wenn dieser Fluss unterbrochen wird, kommt es zu Erkrankungen, Unwohlsein und anderen körperlichen Fehlfunktionen. Auf den genannten Meridianen liegen Punkte, die man sich zunutze machen kann, um körperlichen Beschwerden entgegenzusteuern. Insgesamt gibt es im menschlichen Organismus etwa 400 Akupunkturpunkte, in die Stiche mit Nadeln erfolgen können, um die Selbstheilungskräfte des Körpers anzuregen. Eine Akupunktursitzung, die im Durchschnitt eine halbe Stunde lang dauert, beginnt damit, dass der Erkrankte sich gemütlich hinsetzt oder hinlegt und versucht sich zu entspannen. Anschließend werden dünne Nadeln in ausgewählte Akupunkturpunkte eingestochen und dort für eine bestimmte Zeit belassen. Eine neuere Art dieses Teilgebiets der TCM ist die so genannte Laserakupunktur. Hierbei wird mit einem sanften Laser gearbeitet, der sich vor allem für Menschen mit Angst vor Nadeln sowie für Kinder eignet.

Anwendungsgebiete der Akupunktur

Im Grunde kann Akupunktur immer dann eingesetzt werden, wenn ein Mensch akute oder chronische Schmerzen oder aber auch psychische Probleme hat. Zu den Einsatzgebieten zählen beispielsweise Erkrankungen des Atmungsapparates (Asthma, Bronchitis) und des Verdauungstrakts (Magengeschwüre, Reizdarmsyndrom). Des Weiteren kommt das alternative Verfahren auch bei Störungen des Nervensystems zum Einsatz und kann außerdem bei Kopfschmerzen oder chronischer Migräne eingesetzt werden. Auch Personen mit Allergien und einem schlechten Immunsystem können sich einer oder mehrerer Akupunktursitzungen unterziehen. Frauen, die über starke Menstruationskrämpfe und andere Regelbeschwerden klagen, gehören ebenso zur Zielgruppe der Akupunktur. Darüber hinaus wird diese alternative Heilmethode auch angewendet, wenn ein Mensch sich schlapp und antriebslos fühlt, depressive Verstimmungen aufweist oder unter ständiger Müdigkeit leidet.