9 Symptome, die auf eine Infektion mit Parasiten hinweisen

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Viele Menschen glauben, dass bei uns in den Industrieländern Parasiten kaum mehr ein Thema sind. Parasiten gibt es doch hauptsächlich dort, wo die Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und keine ausreichende Lebensmittelhygiene haben, oder?

Auch wenn dies bedeutende Risikofaktoren sind, ist die Problematik auch in den entwickelten Ländern nicht zu vernachlässigen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass weltweit etwa 3 Milliarden Menschen mit Parasiten leben. Das ist nahezu die Hälfte der Weltbevölkerung.

Parasiten existieren in allen Farben und Formen. Viele Parasiten sitzen im Darm. Sie verstoffwechseln die Nährstoffe, die wir mit der Nahrung zu uns nehmen und entziehen uns Energie, so dass wir Symptome einer Mangelernährung entwickeln.

Andere Parasiten befallen die roten Blutkörperchen und verursachen eine Blutarmut. Übrigens können auch Darmparasiten eine Blutarmut auslösen, wenn sie die Darmschleimhaut so sehr zerstören, dass wir über den Darm Blut verlieren.

Wieder andere Parasiten befallen die Organe, die für die Ausscheidung von Stoffwechselendprodukten und Giftstoffen verantwortlich sind, und schränken die Funktion der entsprechenden Organe ein.

Die Mehrzahl der Infektionen mit Parasiten erfolgt über den Mund: bei mangelnder Hygiene können Infektionsstadien in den Mund gelangen oder aber sie werden mit kontaminiertem Wasser oder Lebensmitteln aufgenommen.

Die meisten Parasiten durchlaufen Entwicklungsstadien im Darm, sobald wir uns mit ihnen infiziert haben. Das kann die ersten erkennbaren Symptome mit sich bringen. Wenn die Parasiten vom Darm aus in andere Gewebe auswandern, dann ändert sich unter Umständen die Symptomatik.

An dieser Stelle möchten wir auf 9 Probleme hinweisen, deren Ursprung in einer Infektion mit Parasiten liegen kann. Denn umso zügiger du den Grund deiner Beschwerden herausfindest, desto eher kannst du sie adäquat behandeln.

1. Schlafstörungen

Melatonin ist ein Hormon, das unseren Schlaf-Wach-Rhythmus regelt, und wenn dessen Synthese oder Freisetzung eingeschränkt wird, dann schlafen wir nicht mehr gut. Der Melatoninhaushalt und andere Faktoren, die unsere Schlafqualität beeinflussen, können von einer Vielzahl an körperlichen und psychischen Problemen beeinträchtigt werden.

Es schadet allerdings nicht, auch an eine mögliche Infektion mit Parasiten zu denken, wenn wir an Schlafstörungen leiden. Parasiten können folgende Symptome auslösen:

  • Schlaflosigkeit.
  • Probleme beim Ein- und Durchschlafen.
  • Nächtliches Zähneknirschen.
  • Bettnässen.

2. Hautprobleme

Viele Erkrankungen, die den Organismus im Ganzen schwächen, finden auch in Hautproblemen Ausdruck. So kann zum Beispiel ein Nährstoffdefizit, das sich daraus ergibt, dass Darmparasiten zugeführte Nährstoffe für sich verwerten, zu Hautalterationen führen.

Mangelerscheinungen treten insbesondere dann auf, wenn eine massive Infektion mit Parasiten vorliegt und sich diese ungehindert vermehren können.

Es gibt natürlich auch viele Parasiten, die die Haut direkt befallen, zum Beispiel Milben. Folgende Symptomatik ergibt sich:

  • Trockene Haut
  • Juckreiz
  • Ekzeme
  • Hautausschlag und Pickel
  • Hautgeschwüre

3. Müdigkeit

Die Parasiten rauben dem Körper Energie, ganz gleich wo sie sitzen. So kommt es zu dauerhafter Müdigkeit, einem starken Gefühl der Erschöpfung und unter Umständen sogar zu Depressionen. So kann kein normales Leben geführt werden.

4. Reizdarm

Das Reizdarm-Syndrom geht mit Bauchschmerzen, Blähungen und Verstopfung einher. Die Bezeichnung als Syndrom weist bereits darauf hin, dass diesem Symptomkomplex keine eindeutige Ursache zugrunde liegt und tatsächlich können die Auslöser nicht immer festgestellt werden.

Eine von vielen Ursachen ist eine Infektion mit Parasiten. Vor allem Darmparasiten schädigen die Darmschleimhaut, stören die Absorption von Nährstoffen, die Darmpassage und damit die Ausscheidung von Stoffwechselendprodukten und Giftstoffen.

Daraus ergeben sich unzählige Folgeprobleme.

5. Verdauungsstörungen

Dieser Punkt steht in engem Zusammenhang mit dem zuvor Genannten.

Um zu vermeiden, dass sie mit der Darmperistaltik nach außen befördert werden, halten sich viele Darmparasiten an der Darmschleimhaut fest. Diese reagiert darauf mit einer Entzündungsreaktion und kann ihre eigentliche Funktion, die Aufnahme von Nährstoffen, nur noch eingeschränkt ausüben.

Eine großflächige Schädigung der Darmschleimhaut kann sogar zu einem kontinuierlichen Blutverlust und in Folge zu einer Blutarmut führen.

Wenn das gesamte System Darm aus dem Gleichgewicht gerät, wird außerdem die Darmflora gestört.

Welche Symptome können wir feststellen?

  • Häufig wiederkehrende Bauchschmerzen
  • Koliken
  • Probleme bei der Verdauung bestimmter Lebensmittel
  • Plötzliche Lebensmittelunverträglichkeiten

6. Entzündungen

Die Präsenz der Parasiten löst eine Entzündungsreaktion aus, während sogenannte Entzündungsmediatoren ins Blut und von dort auch in andere Gewebe gelangen. Beschwerden treten dann auch in Bereichen auf, die auf den ersten Blick in keinerlei Zusammenhang zu den Parasiten stehen.

Mögliche Symptome sind:

  • Arthritis
  • Muskelschmerz
  • Schmerzen im Bereich der Brust und des Herzens
  • Schmerzen in Händen und Füßen

7. Unkontrollierbare Veränderungen des Körpergewichts

Vielleicht würde sich der ein oder andere ja sogar glücklich schätzen, wenn er plötzlich und ohne erkennbaren Grund an Gewicht verliert, aber hinter diesem Zustand können sich ernsthafte Erkrankungen verbergen. Eine Infektion mit Parasiten zum Beispiel.

Wir haben nun schon mehrfach erwähnt, dass die Parasiten dem Körper Energie und Nährstoffe rauben. Selbst die Nährstoffe, die sie nicht für sich selbst beanspruchen, können von der geschädigten Darmschleimhaut nur noch ungenügend absorbiert werden.

Während die Parasiten also wachsen und gedeihen, versucht unser Körper zunehmend, mit den Mangelerscheinungen fertig zu werden. Betroffene beschreiben auch, dass sie unkontrollierbaren Hunger verspüren, dessen Ursache in eben jenen Nährstoffdefiziten liegt.

8. Geistige Unausgeglichenheit

Wenn eine Infektion mit Parasiten vorliegt, kann es auch zu funktionellen Problemen im Nervensystem und zu psychischen Störungen kommen.

Bei folgenden Symptomen sollte eine Parasitose ausgeschlossen werden:

  • Nervosität
  • Anspannung und Stress
  • Stimmungsschwankungen
  • Depression
  • Gedächtnisstörungen

9. Probleme im Bereich des Urogenitaltraktes

Auch die Harnwege und der Fortpflanzungsapparat bleiben von den Parasiten nicht unbeeinträchtigt. Zu den häufigsten Symptomen zählen:

  • Prämenstruelles Syndrom
  • Unregelmäßigkeiten im Menstruationszyklus
  • Prostatabeschwerden
  • Zysten
  • Myome
  • Flüssigkeitsretention
  • Wiederkehrende Harnwegsinfektionen

Wie lassen sich Parasiten eliminieren?

Wenn du bei dir selbst oder einem Familienmitglied Symptome feststellst, die auf eine Infektion mit Parasiten hinweisen, solltest du einen Arzt aufsuchen. Er kann eine fachgerechte Diagnose stellen und eine entsprechende Behandlung einleiten.

Unterschätze die möglichen Folgen einer Parasitose nicht!

Als begleitende Therapie empfehlen wir, den Konsum von Zucker und stark verarbeiteten Lebensmitteln zu meiden. Stattdessen solltest du darauf achten, dass du genug Ballaststoffe zu dir nimmst, die eine gesunde Verdauung und eine zügige Darmpassage fördern. Letzteres fördert die Elimination eventuell vorhandener Darmparasiten.

Folgende Lebensmittel eignen sich zur Therapiebegleitung:

  • Brombeeren
  • Granatapfel
  • Ananas
  • Papaya
  • Ingwer
  • Wirsingkohl
  • Kürbiskerne
  • Aloe Vera
  • Kokosöl

In jedem Fall solltest du deine Gesundheit im Auge behalten. Das frühzeitige Erkennen der Symptome erlaubt eine rechtzeitige Therapie und hilft dir, schwerwiegendere Folgeerkrankungen zu vermeiden.