8 Mythen über Krebs, die du vergessen solltest

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Wahrscheinlich hast du schon verschiedenste Theorien darüber gehört, wie Krebs entsteht und wie sich diese schwerwiegende Krankheit ausbreitet.

Manche davon sind zwar komplett falsch, können aus einem bestimmten Blickwinkel jedoch sogar Sinn machen. Oft handelt es sich um Mythen, die noch immer verbreitet werden.

Falsche Information über Krebs kann unnötige Sorgen bereiten oder auch zu falschen Entscheidungen oder Behandlungen führen. Deshalb ist es gut, über diese Mythen Bescheid zu wissen.

Krebs ist immer tödlich

Nicht alle Krebsarten sind tödlich. Die Überlebenschancen liegen derzeit bei über 70%!

Dabei spielt eine wichtige Rolle, wie lange der Patient bereits an der Krankheit leidet, bevor die Diagnose gestellt wird, und in welchem Gesundheitszustand er sich befindet. Auch die Art des Tumors und die Lage spielen eine Rolle.

Wenn man von Heilung spricht, bedeutet dies, dass eine gewisse Zeit vergangen ist, ohne einen Rückfall der Krankheit zu verzeichnen. In manchen Fällen können Jahre vergehen bis es wieder zu einem Tumor kommt, in anderen Fällen kann die Krankheit definitiv geheilt werden.

Zucker verschlimmert das Krankheitsbild

Das ist falsch. Bösartige Zellen konsumieren zwar mehr Glukose als gesunde Zellen, dies bedeutet jedoch nicht, dass die Zellen absterben, wenn du keinen Zucker isst.

Eine zuckkerreiche Ernährung kann jedoch eine Gewichtszunahme zur Folge haben, Übergewicht und Adipositas erhöhen wiederum das Risiko für verschiedene Krebsarten.

Begehe also nicht den Fehler zu glauben, dass eine zuckerfreie Ernährung ein magisches Rezept ist. Du solltest jedoch auf eine gesunde, ausgeglichene Ernährung achten.

Künstliche Süßstoffe verursachen Krebs

Es wurde wissenschaftlich erwiesen, dass keiner der üblichen künstlichen Süßstoffe (wie z.B. Saccharin) Krebs bei Menschen verursacht. Diese sind vielleicht nicht sehr gesund, doch in diesem Fall nicht riskant.

Wie auch Zucker können Süßstoffe bei übermäßigem Konsum zu einer Gewichtszunahme führen. Wähle gesunde Produkte, um deine Gesundheit zu fördern!

Krebs ist ansteckend

Krebs ist nicht ansteckend! Die einzige Möglichkeit, Krebs auf eine andere Person zu übertragen ist durch eine Organ- oder Gewebetransplantation, doch dieses Risiko ist sehr gering.

Wenn der Krebs durch einen Virus, wie beispielsweise HPV (Humaner Papillomavirus) oder Bakterien verursacht wird, könnte eventuell eine Übertragung stattfinden. Doch auch wenn Viren oder Bakterien ansteckend sind, heißt dies noch lange nicht, dass es zu Krebs kommen muss.

Alles ist Einstellungssache

Es gibt keinerlei wissenschaftliche Hinweise darauf, dass die Einstellung einer Person das Riskiko, an Krebs zu erkranken oder zu sterben beeinflussen könnte. Bei einer Tumorerkrankung sind Stimmungsschwankungen ganz normal. 

Vermutlich haben Personen mit positiver Einstellung mehr Gelegenheiten, soziale Beziehungen aufzubauen und so mit der Situation besser umzugehen. Darüber hinaus können Sport und emotionale Unterstützung helfen, die Krankheit besser zu bewältigen.

Mobiltelephone können Krebs verursachen

Deine Mutter weist dich immer zurecht, dass du das Handy nicht bei dir tragen solltest, da die Strahlung schwerwiegende Krankheiten verursachen könnte?

Auch hier handelt es sich um ein Mythos, denn Krebs entsteht durch genetische Mutationen und Mobiltelephone funktionieren mit niederfrequenten Wellen, welche die Gene nicht schädigen.

Deshalb besteht kein Zusammenhang zwischen Handys und der Entwicklung eines Tumors.

Wenn ein Familienmitglied an Krebs leidet, ist es möglich, dass auch ich daran erkranke

Das muss nicht unbedingt der Fall sein. Diese Krankheit wird, wie bereits erwähnt, durch Genmutationen verursacht und auch, wenn diese Mutationen vererbet werden können, kommt dies nicht immer vor.

Man sollte jedoch regelmäßige Kontrolluntersuchungen durchführen, um auf Nummer sicher zu gehen.

Aus Statistiken geht beispielsweise hervor, dass wenn die Großmutter an Brustkrebs gelitten hat und Erbfaktoren bei den Nachkommen (Mutter, Tanten oder du selbst) vorhanden sind, es nur in 5 – 10% der Fälle zu Brustkrebs kommt.

Die restlichen 90% der Brustkrebserkrankungen entstehen durch Mutationen, die aufgrund der Alterung, Umweltfaktoren, Tabak oder Strahlung entstehen. Dabei spricht man von spontanem Krebs.

Haarfärbemittel erhöhen das Risiko für Krebs

Es gibt keine wissenschaftliche Beweise dafür, dass Haarfärbemittel das Risiko für eine Erkrankung an Krebs erhöhen.

Aus verschiedenen Studien geht hervor, dass Friseure, die regelmäßig großen Mengen an Haarfärbemitteln und anderen chemischen Produkten ausgesetzt sind, ein erhöhtes Risiko für einen Blasentumor haben könnten.

Das heißt jedoch nicht, dass du die Haare nicht mehr färben darfst. Es gibt kein Risiko, da du das Färbemittel ja nicht öfters im Monat aufträgst. 

Natürlich gibt es noch viel mehr Mythen und Falschinformation über bösartige Tumore, wir haben hier nur einige der weitverbreitetsten aufgezählt.