6 Ernährungstipps aus Japan

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Wenig Übergewichtige, eine hohe Lebenserwartung und eine niedrige Brustkrebsrate: Die Ernährung der Japaner spielt eine große Rolle für ihre Gesundheit. Was Japaner beim Essen richtig machen, lesen Sie hier

In Japan erreichen Frauen mit 86,44 Jahren das höchste Durchschnittsalter weltweit. Das liegt unter anderem an der Einstellung der Japaner – besonders derer, der älteren Generation – dass ein gesunder Geist in einem gesunden Körper lebt und Bewegung sowie Ernährung sehr wichtig für eine gesunde Lebensweise sind.

Ernährungsgeheimnisse der Japaner

Japaner setzen auf eine fettarme Ernährung. Nach dem Reis, der als Hauptnahrungsmittel gilt, kommen die weiteren Grundnahrungsmittel der Japaner meist aus dem Meer. Fleisch wird eher selten verspeist. Generell gilt das Motto: Qualität statt Quantität. Die Lebensmittel dürfen ruhig etwas teurer sein, dafür kommen sie seltener auf den Tisch. Hauptsache die Qualität stimmt. Fett und Zucker werden sehr sparsam verwendet, auch Süßspeisen enthalten nur wenig Zucker. Die verschiedenen Teesorten, die in Japan zu jeder Tageszeit getrunken werden, bringen natürlich auch viele Vorteile mit sich. Besonders beliebt: grüner Tee.

Die 6 besten Ernährungstipps aus Japan haben wir hier im Überblick:

1. Die Mischung macht’s
Die Japaner glauben, dass man viele verschiedene Essenskomponenten am Tag verspeisen sollte, sodass der Körper die nötigen Nährstoffe bekommt und alle Geschmacksrichtungen befriedigt werden, was wiederum Heißhunger vorbeugt. Im Gegensatz zu unserer Kultur, in der ca. 30 unterschiedliche Lebensmittel pro Woche auf den Tisch kommen, sind es in Japan 100. Wir sollten also beispielsweise mehr verschiedene Gemüsesorten oder Gewürze wie Sesam, Ingwer und Wasabi mixen.

2. Herzhaftes Frühstück
Ein Frühstück aus Weißmehlprodukten hält nicht lange satt. Die Japaner essen gerne eine Suppe mit Reis, Fisch und Gemüse, Seetang und Natto, eine Paste aus vergorenen Sojabohnen. Früh am Morgen schon Fisch zu essen muss natürlich nicht sein, wir empfehlen aber das Brötchen durch Rührei mit Gemüse und Tofu zu ersetzen.

3. Soja, Fisch und Reis
In den Grundnahrungsmitteln der japanischen Küche stecken echte Wundermittel gegen Krankheiten und Hautalterung: Die Sojabohne enthält viele ungesättigte Fettsäuren und Pflanzenwirkstoffe, die unsere Haut mit Feuchtigkeit versorgen und kleine Falten glätten. Reis (pur) kommt täglich auf den Tisch. Reis entwässert den Körper und regt durch seine Ballaststoffe und Vitamine den Stoffwechsel und die Fettverbrennung an. (Bitte schütten Sie Ihr Reiswasser niemals weg!) Dazu gibt es Fisch, der wichtige Omega-3-Fettsäuren enthält. Also öfter Fisch essen und dazu Tofu, Edamame oder Misosuppe .

4. Jeden Bissen genießen
Nicht komplett satt essen ist das Geheimnis! Übersichtliche Portionen, langsam und bewusst essen bzw. genießen ist angesagt. Mit Stäbchen isst man generell langsamer als mit Gabel und Messer.

5. Algen, Algen, Algen
Wir kennen es von Sushi: Die leckeren Rollen sind meist mit Blättern aus Algen umwickelt. Die Japaner schwören darauf, denn sie halten jung und gesund. Nori, Wakame und Kombu sind die bekanntesten Algen und kommen in Suppen und Salaten als auch als Beilagen vor.

6. Grillen, Garen, Dünsten
Gemüse und Rindfleisch kann man super fettfrei grillen, dafür braucht man keine Pfanne mit Fett. Wenn Sie Fisch, Gemüse oder Teigwaren über Wasserdampf garen, bleiben die Nährstoffe enthalten. Und Fleisch, Fisch und Gemüse in der Brühe oder im Wasser garziehen zu lassen, geht auch ohne die Zugabe von Fett.