50 Lebensmittel für Ihre Gesundheit

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Sie verjüngen, heilen, entgiften und schützen vor vielen Krankheiten: Lebensmittel können wahre Medizin sein. Hier die besten Nahrungsmittel für Magen und Darm, Knochen und Gelenke, Gehirn und Nerven.

Kaum zu glauben: Im Lauf seines Lebens nimmt jeder von uns etwa 50 Tonnen Nahrung zu sich. Das entspricht circa dem 700-Fachen unseres Körpergewichts. Würden wir dabei auch immer das Richtige verzehren, wären wir optimal mit Nährstoffen versorgt. Doch zu oft lassen wir uns von ungesunden Leckereien verführen.

Dabei ist der positive Effekt gesunden Essens auf den Körper vielfach wissenschaftlich belegt. Mehr noch: “Wer sich gesund ernährt, kann Medikamente einsparen oder sogar ganz vermeiden”, sagt der Hamburger Internist Dr. Axel Moormann. Für HÖRZU hat er die 50 besten Lebensmittel und deren Wirkmechanismen im Körper zusammengestellt:

Magen und Darm

1. Fenchel

Diese Pflanze wirkt an der Magen-Darm-Muskulatur entkrampfend”, sagt der Experte. Insofern ist der Doldenblütler – gekocht oder als Tee zubereitet – bei Blähungen und Völlegefühl wahrer Balsam für den Bauch.

2. Kefir
Dank seiner probiotischen Bakterien bringt das Sauermilchgetränk die Darmflora ins Gleichgewicht – eine ideale Aufbaukur, etwa nach einer Antibiotika- Therapie. Außerdem senkt es den Blutdruck und baut Knochenmasse auf.

3. Anis
Schnelle Hilfe gegen Blähungen: fünf Tropfen Anisöl (Apotheke) auf ein Stück Zucker träufeln und einnehmen. Alternativ hilft auch Tee: einen TL zerstoßenen Sternanis mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, dann zehn Minuten zugedeckt ziehen lassen.

4. Feigen
Vor allem in ihrer getrockneten Form erleichtern die kernigen Früchte bei Verstopfung den Stuhlgang. Sie zählen zu den Lebensmitteln mit dem höchsten basischen Wert, was vor allem Menschen zugutekommt, die sich ungesund und zu zuckerhaltig ernähren. Drei bis fünf Früchte täglich essen, dazu reichlich trinken.

5. Zitrusfrüchte
Ein erfrischendes Dessert: Nach einem schweren Essen machen Grapefruits, Orangen, Limetten oder Zitronen Fettreiches bekömmlicher und wirken sich positiv auf den Cholesterin- Haushalt aus.

6. Papayas
Die Tropenfrüchte enthalten reichlich Papain. Das Enzym unterstützt die Verdauung und saniert dazu die Darmflora, zum Beispiel bei Durchfall, Darmpilz- oder Parasitenbefall. Schon eine einzige Frucht liefert uns mehr als die benötigte Tageszufuhr an Vitamin C.

7. Äpfel
“Bereits drei bis vier Äpfel täglich können die Cholesterinwerte des Blutes deutlich senken”, sagt Moormann. Diese Wirkung geht auf den Pektingehalt zurück, der außerdem das Sättigungsgefühl steigert.

8. Sojaprodukte
Forscher konnten nachweisen, dass Isoflavone (Pflanzenfarbstoffe), wie sie hoch konzentriert unter anderem in Sojamilch vorkommen, mit ihrer natürlichen Östrogenwirkung den Knochenstoffwechsel verbessern. Sie schützen somit vor Osteoporose, was vor allem Frauen in den Wechseljahren zugutekommt.

9. Forelle
Ein gesundes Plus für Blut und Knochen: Schon 100 Gramm des Süßwasserfischs decken den Tagesbedarf an Vitamin D und Vitamin B 12 – und das bei nur wenigen Kalorien.

10. Buttermilch
Auch wenn der Name Gegenteiliges vermuten lässt: Buttermilch ist ein überaus fettarmer Durstlöscher. Dafür liefert sie reichlich Kalzium, einen Mineralstoff, den wir für gesunde Knochen und Zähne benötigen. Außerdem drin: viel Eiweiß, das lange sättigt und Heißhungerattacken vorbeugt.

11. Haselnüsse
Gesundheit zum Knacken: Wegen ihrer hohen Konzentration an Vitamin E (26,6 mg auf 100 g) gilt diese Nussart nicht nur als Schönmacher für die Haut. Sie schützt die Gelenke vor Verschleißerscheinungen und Entzündungen wie zum Beispiel Arthritis.

12. Schwarzer Sesam
Als Kalziumlieferanten sind die dunklen Körnchen nicht zu toppen. Sie enthalten sogar 18-mal mehr des knochenstärkenden Minerals als Vollmilch. Damit können sie ein gesunder Ersatz sein für Menschen mit Laktose-Intoleranz.

13. Makrele
Die wertvollen Omega-3- Fettsäuren halten die Gelenke beweglich und beugen entzündlichen Prozessen vor. Bei Rheumapatienten reduzieren sie sogar den Schmerzmittelbedarf.

14. Shiitakepilze
Sie sind reich an Knochennährstoffen wie Kalzium und Vitamin D. Doch damit nicht genug: “Wegen ihres Wirkstoffs Lentinan sind sie in Japan für die Behandlung von Magenkrebs zugelassen”, sagt der Arzt.

15. Holunder
Das Nährstoffduo Zink und Vitamin C kurbelt die Abwehr an. Studien zeigen, dass Holundersaft sogar die Erkältungsdauer von sechs auf zwei Tage verkürzen kann. Bei Halsentzündungen empfiehlt Axel Moormann einen Tee aus Holunderblüten: drei Gramm in 150 Milliliter heißem Wasser zehn Minuten ziehen lassen.

16. Ingwer
“Er hat bei Erkältung, Halsbeschwerden oder rheumatischen Erkrankungen eine entzündungshemmende Wirkung”, erklärt der HÖRZU-Experte. Der Scharfstoff Gingerol macht die knubbelige Wurzel so gesund.

17. Grünkohl
Seine Vitamine A, C und E bilden das perfekte Erfolgstrio gegen Erkältungsviren.

18. Meerrettich
Er schmeckt nicht nur beißend scharf, sondern heizt auch die Abwehr an. Studien belegen, dass seine keimabtötende Wirkung der von Antibiotika gleichkommt. Axel Moormann warnt jedoch vor dem Verzehr bei Nierenkrankheiten.

19. Rinderfilet
“Es zählt zu den zinkreichsten Lebensmitteln”, erklärt der Mediziner. 200 Gramm des leckeren Fleisches decken bereits den Tagesbedarf an diesem Spurenelement, das wichtig ist für ein intaktes Immunsystem.

20. Erdbeeren
Schon zwei Handvoll Erdbeeren (etwa 150 Gramm) liefern eine Tagesration Vitamin C. Damit liegen die roten Früchte sogar noch weit vor Zitronen. Sie stabilisieren die Darmflora und helfen dem Körper beim Entgiften.

21. Honig
“Er beseitigt Erreger und reinigt Wunden. Selbst multiresistente Keime können mithilfe von Honig abgetötet werden”, sagt Moormann. Entzündungshemmende Inhibine machen den süßen Brotaufstrich so gesund.

22. Bitterschokolade
Studien belegen: Je kakaohaltiger Schokolade ist, desto positiver sind ihre Auswirkungen auf Blutdruck und Gefäße. Bereits ein Stück pro Tag kann das Schlaganfallrisiko um die Hälfte verringern.

23. Erbsen
Diese intensiv grünen Hülsenfrüchte sind besonders eiweißreich. Sie besitzen einen hohen Gehalt an Kalium und Magnesium und stärken somit vor allem das Herz-Kreislauf-System: Herzschlag, Wasserhaushalt und Blutdruck werden so reguliert.

24. Zwiebeln
“Vor allem rote Zwiebeln können das gute HDL-Cholesterin erhöhen”, erklärt Axel Moormann. “Eine halbe rote Zwiebel täglich steigert es um etwa 30 Prozent.” Im Gegenzug werden gefährliche Triglyzeride und dazu bei Diabetes der Blutzuckerspiegel gesenkt.

25. Brombeeren
Die süßen Beeren haben sich als Blutdrucksenker bewährt. Ihre Anthocyane (Pflanzenfarbstoffe) fangen freie Radikale im Körper ab und wirken entzündungshemmend, was wiederum Herz-Kreislauf-Krankheiten in Schach hält.

26. Olivenöl
Es verbessert das Verhältnis von schlechtem LDL-Cholesterin zu gutem HDLCholesterin. “Eine solche Konstellation hilft, Arteriosklerose und damit auch Schlaganfällen vorzubeugen”, weiß Moormann.

27. Grüner Tee
Dank seines Koffeins stimuliert er den Kreislauf – dies allerdings viel sanfter, als Kaffee das tut. In den japanischen Sorten stecken besonders viele krebshemmende Inhaltsstoffe.

28. Knoblauch
“Diese Pflanze beugt altersbedingten Gefäßveränderungen und Arteriosklerose vor”, erklärt der Experte. Denn ihre Schwefelverbindungen reduzieren die Blutfettwerte.

29. Sonnenblumenkerne

Leber, Blase und Niere

30. Cranberrys
“Die Früchte verhindern, dass sich schädliche Bakterien festsetzen”, sagt Moormann. Sein Tipp: “Täglich 50 Milliliter Cranberrysaft wirken vorbeugend gegen Harnwegsinfekte.”

31. Kürbiskerne
Ihre Heilwirkung ist bei gutartiger Prostatavergrößerung belegt, an der die Hälfte aller über 60-jährigen Männer leidet. Linolsäure lindert dabei Probleme beim Wasserlassen und stärkt die Blase.

32. Löwenzahn
“Wegen seiner Bitterstoffe ist er eine sinnvolle Anwendung bei Verdauungsstörungen, Appetitlosigkeit oder zur Förderung des Gallenflusses”, sagt der Mediziner.

33. Petersilie
Das würzige Küchenkraut regt die Nierenfunktion an und wirkt dadurch entwässernd. Es transportiert überschüssiges Wasser aus dem Gewebe ab, strafft somit auch die Haut.

34. Artischocken
Die distelartigen Gewächse wirken wohltuend auf die Leber – sie enthalten besonders viel Cynarin, einen Bitterstoff, der die Fettverdauung ankurbelt. Am besten frisch verzehren.

35. Chicorée
Das Bittergemüse unterstützt die Leber bei der Produktion von Gallenflüssigkeit. Kalium und Pantothensäure tragen zur Entgiftung bei.

Gehirn und Nerven

36. Walnüsse

Sie sehen unserem Gehirn nicht nur verblüffend ähnlich, sondern liefern ihm auch eine ideale Kombination aus Lecithin, Cholin, Magnesium, B-Vitaminen und Omega-3-Fettsäuren.

37. Eier
Freispruch für die Cholesterinbomben: Der Körper stellt das Blutfett auch selbst her und fährt es bei cholesterinreicher Nahrung automatisch herunter. Für die Hirnzellen ist und bleibt Eigelb ein wichtiger Lezithin-Lieferant.

38. Spinat
Ein Mangel an Folsäure kann das Demenzrisiko um das Dreifache erhöhen. Wer regelmäßig Spinat verzehrt, kann dieses Defizit ausgleichen.

39. Hafer
Aufgrund seiner wertvollen Inhaltsstoffe steigert er nicht nur die Leistungsfähigkeit, sondern hebt auch die Stimmung: ein echtes Gute-Laune-Korn also und die perfekte Frühstückszutat für einen gesunden Start in den Tag.

40. Lachs
Fischöl enthält die mehrfach ungesättigte Fettsäure DHA, die wichtig ist für die Reizübermittlung zwischen den Gehirnzellen. Studien belegen, dass sie sogar Kinder schlauer werden lässt, deren Mütter sie während der Schwangerschaft und Stillzeit ausreichend zu sich genommen haben: pro Tag mindestens zwei Gramm.

41. Kokosnüsse
Das Öl der Tropenfrüchte wirkt wie Treibstoff für das Gehirn. Es liefert gesättigte Fettsäuren, die vor neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson schützen sollen.

42. Bananen
Unter der gelben Schale verbirgt sich reichlich Magnesium. Das Fitnessmineral lindert Muskelkater und -krämpfe. Eine Frucht deckt bereits zwölf Prozent des Tagesbedarfs.

43. Nektarinen
Ihre Antioxidantien verbessern nicht nur die Kommunikation zwischen den Gehirnzellen, sondern erhöhen auch deren Lebensdauer. Weitere Gesundstoffe: Niacin, Selen, Zink.


Die Haut

44. Rote Paprika
Dank des hohen Vitamin- C-Gehalts stärken die Schoten das Bindegewebe und die Immunfunktion der Haut. Außerdem beugen sie Faltenbildung vor und bringen den Teint zum Strahlen.

45. Stachelbeeren
Die fein-herben Beeren sind probate Cellulitiskiller. Sie stabilisieren die Blutgefäße, was allen Menschen mit Krampfadern zugutekommt. Tipp: Süßer ist die dunkle Sorte – und sie liefert sogar noch mehr Powerstoffe.

46. Avocados

Aus gutem Grund werden Kosmetikprodukte heute mit Extrakten aus den butterzarten Früchten angereichert: Sie entspannen, zum Beispiel bei lichtbedingten Schäden, und versorgen trockene Haut intensiv mit Feuchtigkeit.

47. Johannisbeeren
Saure Schale, gesunde Kerne: Wer an Hautkrankheiten wie Neurodermitis leidet, profitiert vom hohen Anteil an Gamma-Linolensäure. Sie hält die Hornzellen der Epidermis (Oberhaut) besser zusammen und wirkt wie Kitt.

48. Tomaten
Ihr roter Farbstoff Lycopin schützt vor Sonnenstrahlung – erst recht in Form von Tomatenmark: Ein Esslöffel täglich baut einen Schutz auf, der etwa Lichtschutzfaktor (LSF) 4 entspricht.

49. Karotten
Ihr sattes Orange verdanken sie dem Farbstoff Betacarotin. Dieser wird im menschlichen Körper zu Vitamin A umgewandelt, fängt dort Radikale ab und beugt etwa Faltenbildung vor.

50. Mandeln
Sie enthalten viel Vitamin E, das essenziell ist für Haut und Hirn. Zum Beispiel bewahrt es uns vor Sonnenbrand bei starker UV-Strahlung. “Pro Tag 20 Mandeln reichen bereits aus, um besser vor der Sonne geschützt zu sein”, sagt Experte Axel Moormann.