5 Zimmerpflanzen, von denen eine Gefahr ausgehen kann

44 total views, 2 views today

Wir dekorieren unser Zuhause gern mit Zimmerpflanzen, denn sie schaffen ein angenehmes Ambiente, bringen beruhigendes Grün in den Raum und erinnern uns an die Natur, die vor allem in Stadtwohnungen unter Umständen ein Stück weit weg sein kann.

Obwohl wir wissen, dass sie sogar zur Luftreinigung beitragen können und deshalb unser Zuhause gesünder machen, sind wir uns doch häufig nicht bewusst, dass sich unter den gewöhnlichen Zimmerpflanzen zahlreiche Giftpflanzen befinden.

Von diesen Pflanzen mag insbesondere für Kinder und Haustiere eine Gefahr ausgehen. Wir erklären dir daher in diesem Artikel, welche Pflanzen du von ihnen fernhalten solltest. Wir geben weiterhin Tipps dazu, welche Zimmerpflanzen völlig ungefährlich sind und daher problemlos Platz in deinem Zuhause finden können.

Sind diese Zimmerpflanzen wirklich gefährlich?

Die Zimmerpflanzen, die wir im Nachhinein näher beschreiben, sind vor allem für diejenigen gefährlich, die von ihrer potentiellen Giftigkeit nichts ahnen: für kleine Kinder und Haustiere.

Beide neigen dazu, Pflanzenteile zu verzehren und das kann unter Umständen sehr schädlich sein. Es gibt auch Zimmerpflanzen, die bei Kontakt giftig sind, oder wenn bestimmte Stäube eingeatmet werden. Diese können auch dem wissenden Erwachsenen schaden, wenn er ungewollt in nahen Kontakt zur Pflanze kommt.

Deshalb empfehlen wir, derartige Pflanzen nicht als Zimmerpflanzen zu halten. Es gibt so viele andere, schöne Pflanzen, die nicht giftig sind, die genauso zur Lufterneuerung beitragen und die daher einen eindeutig positiven Einfluss auf unsere Gesundheit haben.

Drachenwurz

Der Gemeine Drachenwurz, mit wissenschaftlichem Namen Dracunculus vulgaris, ist vor allem im Mittelmeerraum heimisch.

Als Zier- und Zimmerpflanze hat er jedoch auch Einzug in unsere kälteren Regionen gefunden. Der Geheime Drachenwurz zählt zu den giftigsten Zimmerpflanzen, die wir haben. Seine Giftigkeit wird durch das sonderbare Aussehen potenziert, denn die großen, farbigen Pflanzenteile erregen die Aufmerksamkeit der Kinder.

Philodendron

Auf den ersten Blick mag der Philodendron einer Monstera gleichen, aber es handelt sich hier um zwei verschiedene Pflanzenfamilien.

Der schöne Philodendron ist sehr häufig in unseren Haushalten zu finden. In der Natur wächst er auf anderen Bäumen. Philodendren kommen aus dem Regenwald und es gibt unzählige unterschiedliche Arten.

Gefahr geht vom Philodendron nur dann aus, wenn ein Familienmitglied Pflanzenteile verzehrt. Diese enthalten Calciumoxalat, das um die Lippen und im Mund ein Brennen verursacht. Zusätzlich werden Hals- und Magenschmerzen hervorgerufen und Unwohlsein. Im schlimmsten Fall kommt es zu Krämpfen, Bewusstseinsverlust oder sogar zum Tod.

Schwere Vergiftungen, die der Betroffene überlebt, können zu chronischer Leber- und Niereninsuffizienz führen.

Hortensie

Hortensien sind für ihre wunderschönen, großen Blütenkugeln bekannt. Es gibt mehr als 100 Hortensienarten, die sowohl als Zimmerpflanzen als auch im Garten kultiviert werden. Blätter und Blüten enthalten eine Substanz, die bei Menschen und Tieren Symptome ähnlich denen einer Cyanidvergiftung auslöst.

Die Wurzeln der Hortensie dagegen könnten sogar zu medizinischen Zwecken eingesetzt werden, wovon man aufgrund der Giftigkeit der übrigen Pflanzenteile jedoch in der Regel absieht.

Azteken-Salbei

Der lateinische Name dieser Pflanze ist Salvia divinorum. Es handelt sich hier um eine gänzlich andere Pflanze als den Echten Salbei, Salvia officinalis, der in der alternativen Medizin und gar im Haushalt so vielen Zwecken dient.

Der Atzteken-Salbei kennzeichnet sich durch seine großen, grünen Blätter. Er kommt ursprünglich aus Mexiko und enthält Salvinorine, die z.T. halluzinogen wirken und traumähnliche Zustände erzeugen. Daher wird er in bestimmten Gebieten auch zu rituellen Praktiken eingesetzt oder als Droge.

Aufgrund der genannten Inhaltsstoffe provoziert der Azteken-Salbei bedeutende Bewusstseinsveränderungen, die so stark sein können, dass sie nicht mehr zu kontrollieren sind. Auch langfristige Folgen sind nicht auszuschließen.

Tollkirsche

Die Tollkirsche, Atropa belladona, wird besonders denjenigen bekannt sein, die sich mit der Homöopathie als Alternative zur Schulmedizin beschäftigen. In der Homöopathie werden allerdings sehr, sehr geringe Dosen eingesetzt, von denen keine Wirkung auf das Nervensystem zu erwarten ist.

Als Zimmerpflanze eignet sich die Tollkirsche nicht. Sie enthält Atropin und weitere hochwirksame Alkaloide, die selbst nach Manipulation der Pflanze zu einer Vergiftung führen können.

Schon seit langer Zeit ist die Wirkung dieser markanten Pflanze mit ihren schwarzen, übelriechenden Früchten bekannt. Die Mädchen im alten Rom setzten sie ein, um schöne, große Augen zu bekommen – daher übrigens auch der Name der Pflanze – , andernorts wurde die Tollkirsche als Gift verwendet. Um Atropa belladona ranken sich viele Legenden, Geschichten und ein bisschen Magie.

Ungiftige Pflanzen

Wenn wir Zimmerpflanzen auswählen oder sogar daheim anbauen, dann tun wir gut daran, aus den folgenden Beispielen zu wählen. So tun wir nicht nur etwas für die Luftqualität, sondern auch für unsere Gesundheit.

Efeutute

Die Efeutute, Epiprenum aureum, hat nur wenig mit ihrem Namensvetter, dem giftigem Efeu, gemein. Sie ist eine leicht zu pflegende Pflanze, die keine hohen Ansprüche stellt. Sie eignet sich hervorragend, um Schadstoffe aus der Luft zu filtern und sorgt für ein frisches Ambiente.

Goldfruchtpalme

Die Goldfruchtpalme, Chrysalidocarpus lutescens, stammt ursprünglich aus Madagaskar und gehört zu den Palmengewächsen. Wenn sie auch als Zimmerpflanze nicht so groß wird, wie ihre „wilden“ Verwandten, so schafft sie es doch, die Raumluft von Schadstoffen zu befreien, die z.B. von Reinigungsmitteln, Wandfarbe, Holzbehandlung und Ähnlichem freigesetzt werden.

Sansevieria trifasciata

Es handelt sich hier um eine sukkulente Pflanze, die im Volksmund verschiedene Namen genießt. Wie alle anderen Pflanzen, die wir in den letzten Abschnitten vorgestellt haben, hilft auch Sansevieria, ein frisches Ambiente zu schaffen. Im Schlafzimmer reichern sie die Luft mit Sauerstoff an und unser Körper kann unter diesen angenehmen Bedingungen prima ausruhen.