5 Dinge, die Sie nicht übers Weltall wussten

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Fakt 1: Alle Planeten unseres Sonnensystems passen zwischen Erde und Mond.

Es klingt unglaublich, ist aber wahr. Rechnen wir mal durch. Der Mond ist nicht immer gleich weit von der Erde entfernt, da sein Orbit die Form einer Ellipse hat. Wir nehmen den größten Abstand Erde-Mond, circa 405.500 Kilometer. Da der sich von Mittelpunkt zu Mittelpunkt bemisst, ziehen wir den Radius des Mondes (ca. 1700 km) und den der Erde (ca. 6400 km) ab. Bleiben übrig: 397.400 Kilometer. Die Durchmesser der restlichen sieben Planeten in unserem Sonnensystem, am Äquator gerechnet, ergeben addiert rund 388.000 Kilometer. Passt! Die Rechnung geht aber nur mit dem Maximal-Abstand von Erde und Mond auf. Steht der Mond der Erde besonders nahe – nämlich bis zu 363.300 Kilometer, passt es nicht. Ebensowenig bei der durchschnittlichen Entfernung von rund 384.000 Kilometern.

Fakt 2: Man könnte die Venus zu Fuß schneller umrunden als sie sich selbst.

Die Venus dreht sich – im Gegensatz zu den anderen Planeten unseres Sonnensystems – rückwärts. Das heißt: Vom Nordpol aus gesehen rotiert sie im Uhrzeigersinn. Die Sonne geht auf der Venus also im Westen auf und im Osten unter. Zudem dreht sich die Venus mit nur 6,5 Kilometern pro Stunde außergewöhnlich langsam. Man könnte also, mit einem flotten Schritt und entsprechender Ausdauer, die Venus schneller umrunden als sie sich selbst. Die Venus braucht damit länger, sich einmal um sich selbst zu drehen (243 Erdentage), als sie für ihren Weg um die Sonne braucht (224,7 Erdentage). Warum all das so ist, ist bisher noch nicht geklärt. Eine Vermutung ist, dass irgendwann die Kollision mit einem großen Himmelskörper bei unserem Nachbarplaneten einiges durcheinander gebracht hat.

Fakt 3: Wenn die Erde ein Schwarzes Loch wäre, wäre sie so groß wie eine Murmel.

Die Größe eines Schwarzen Loches hängt davon ab, wie viel Masse das Objekt hat, das zu einem Schwarzen Loch wird. Ein besonders massereicher Stern würde ein größeres Schwarzes Loch ergeben als sein etwas masseärmerer Kollege. Wann ein Körper zum Schwarzen Loch wird, hängt maßgeblich mit der Fluchtgeschwindigkeit zusammen – der Geschwindigkeit also, die ein Objekt braucht, um den jeweiligen Körper zu verlassen. Bei der Erde sind das 11,2 Kilometer pro Sekunde – so schnell muss eine Rakete mindestens sein, um ins All zu gelangen. Entspricht diese Geschwindigkeit der Lichtgeschwindigkeit, haben wir es mit einem Schwarzen Loch zu tun. Nicht einmal Licht schafft es, dessen Gravitationsfeld zu verlassen.

Rechnet man das nun für die Erde durch (sprich: reduziert man den Radius der Erde in der Theorie so, dass sich als Fluchtgeschwindigkeit die Lichtgeschwindigkeit ergibt), kommt man auf rund 1,8 Zentimeter Durchmesser. Man müsste also die gesamte Masse der Erde auf diese Größe pressen, um ein Schwarzes Loch zu bekommen. Bei der Sonne kommt man mit diesem Rechenspiel auf einen Durchmesser von sechs Kilometern, um sie zum Schwarzen Loch werden zu lassen.

Fakt 4: Ein Gammablitz erzeugt in einer Sekunde so viel Energie wie die Sonne in einer Milliarde Jahre.

Gammablitze gehören zu den beeindruckendsten Ereignissen im Universum. Bei einem solchen Ausbruch von Gamma-Strahlen werden riesige Mengen an Energie innerhalb von kürzester Zeit freigesetzt. Diese Energiemenge ist nach menschlichen Maßstäben unvorstellbar. Innerhalb weniger Sekunden wird so viel Energie freigesetzt wie von der Sonne in ihrer gesamten Lebenszeit von rund zehn Milliarden Jahren. Man geht davon aus, dass solche Blitze auftreten, wenn  ein sehr massereicher Stern explodiert und sein Kern zu einem Schwarzen Loch kollabiert. Dabei wirken Kräfte, die dafür sorgen, dass zwei riesige Energiestrahlen ins All schießen.

Fakt 5: Der Polarstern ist nicht der hellste Stern an unserem Nachthimmel.

Mehrere Tausend Sterne kann man bei optimalen Bedingungen nachts am Himmel mit bloßem Auge sehen. Manche davon sind deutlich zu erkennen, andere nur als ferne, kleine Lichtpunkte. Es ist ein verbreiteter Irrglaube, dass der Polarstern, der uns anzeigt, wo Norden ist, der hellste von ihnen ist. Er kommt nicht einmal unter die Top 40 der hellsten Sterne am Himmel. Nach unserem Heimatstern ist Sirius am deutlichsten sichtbar. Er ist rund 8,6 Lichtjahre von uns entfernt. Der Polarstern hingegen ist rund 430 Lichtjahre entfernt.