10 Fakten: Das sollten Sie über Cannabis wissen

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Cannabis ist eine der am häufigsten konsumierten illegalen Drogen. Vor allem Jugendliche halten Kiffen häufig für nicht so schlimm. Das sind Fakten, die Sie über die Droge kennen sollten:

Die Wirksubstanz
Was beim Kiffen die berauschende Wirkung hervorruft ist der Stoff Tetrahydrocannabiol (THC). Wird er zum Beispiel beim Rauchen eines Joints inhaliert, gelangt er in die Lunge und auf diesem Weg in die Blutbahn und das Gehirn.

Cannabis als Medikament
Die Marihuana-Pflanze enthält nebem den bewusstseinveränderndem Stoff THC, auch eine entzündungshemmenden und krampflösenden Substanz, das Cannabidiol. Aus diesem Grund wird in Frankreich und Deutschland das Medikament Sativex verkauft. Es basiert auf Marihuana und lindert Spasmen bei Menschen mit Multipler Sklerose. Vor allem in Israel wird Cannabis weitläufig in der Medizin eingesetzt, etwa gegen die Leiden durch Krebs, Arthritis und Traumata.

Studien
Neben der Gefahr Marihuana-Medikamente missbräuchlich zu nutzen, ist ein weiteres Problem für die medizinische Nutzung der Pflanze, dass es bislang nur wenige Studien gibt, die die Wirkung der Pflanze, vor allem ihrer Auszüge belegen und untersuchen.

So wirkt Cannabis auf den Körper
Unter Haschischeinwirkung verändert sich die Wahrnehmung. Es kann zu Hochgefühlen kommen und entspannend wirken. Akustische und visuelle Sinneseindrücke werden vom Konsumenten intensiver wahrgenommen. Auch die räumliche Wahrnehmung ist verändert: Entfernungen, Tiefen oder Höhen werden nicht mehr richtig eingeschätzt. Aus diesem Grund ist unter anderem das Autofahren unter der Wirkung von Cannabis sehr gefährlich. Außerdem verlangsamen sich Gedankengänge und auch das Sprechen. Cannabis verstärkt die Gemütslage, in der sich der Konsument befindet und kann somit auch Angstgefühle und starke Unruhe auslösen.

Wirkung sehr unterschiedlich
Cannabis wirkt nicht bei jedem gleich. Durch die unterschiedliche Reaktion der Hirnareale kann beim einen der dauernde Konsum von Cannabis psychotische Störungen, Schizophrenie, Angstattacken oder Halluzinationen auslösen, beim anderen geschieht das aber nicht.

Folgeschäden durch Cannabiskonsum
Wissenschaftlich belegt ist, dass Cannabiskonsum psychisch abhängig machen und Psychosen auslösen kann. Besonders gefährdet sind junge Menschen. Durch Entkopplungsvorgänge in den Hirnarealen kann es zu anhaltenden Gedächtnisstörungen, Verwirrtheit und Störungen des Kurzzeitgedächtnisses kommen. In Studien ließen sich Einbußen im Lernvermögen nachweisen. Besonders empfindlich reagieren Gehirne während des Wachstums – also in Kindheit und Pubertät – auf die Droge.
In manchen Fällen kann es zu Herz-Kreislauf-Problemen, Bindehautentzündungen und Hormonstörungen kommen. Durch die toxikologischen Stoffe eines Joints kommt es mitunter zu Karzinomen im Mund- und Rachenbereich oder durch die Überlastung des Herz-Kreislaufsystems zu einem Myokardinfarkt.

Allergisch auf Cannabis
Allein die Vorstellung dürfte für Kiffer der Horrortrip schlechthin sein, doch es gibt sie wirklich: eine allergische Reaktion auf Cannabis. Mancher muss nach dem Konsum von Cannabis niesen, andere bekommen juckende Quaddeln auf der Haut, Nesselsucht, Rötungen der Haut, eine Bindehautentzündung oder im schlimmsten Fall einen allergische Schock. Der ist lebensgefährlich. Ein spanisches Forscherteam hat herausgefunden, dass vor allem Menschen, die allergisch auf Tomaten und Tabak reagieren auch Cannabis nicht vertragen können.

Das beeinflusst die Wirkung
Die Wirkung von Cannabis wird beeinflusst durch den THC-Gehalt der Droge. Der THC-Anteil kann erheblich schwanken. Besonders Marihuanapflanzen, die in Innenlage gezüchtet werden, haben einen höheren THC-Anteil. Bei höherer Dosis können sich negativ erlebte Wirkungen verstärken.
Je nach Aufnahmeform wirkt Cannabis zeitverzögert oder stärker. Wird die Droge gegessen oder getrunken, kommt es langsamer zur Wirkung. Weitere Gefahr: Die Dosierung lässt sich so nicht so leicht bestimmen und es kommt schneller zu höherer Dosierung als beabsichtigt. Wird Cannabis mit der Wasserpfeife geraucht, nimmt der Konsument mehr Rauch in einem Atemzug auf, als er das beim Rauchen eines Joints tut. Dementsprechend kommt es schlagartig zu einer starken Wirkung.

Cannabis als tödliche Droge?
Februar 2014: Dem rechtsmedizinischen Institut der Uniklinik Düsseldorf ist es zum ersten Mal gelungen, zwei Todesfälle auf den Konsum von Cannabis zurückzuführen. Demnach ist es in einigen Fällen zu einem tödlichen Herzversagen gekommen.

Daran erkennt man eine Cannabisabhängigkeit
Regelmäßig starker Cannabiskonsum kann eine psychische Abhängigkeit auslösen, die sich in klassischen Entzugserscheinungen zeigt. Innere Leere, Freudlosigkeit, Antriebsmangel, Konzentrationsstörungen, Unruhe, Schlafprobleme oder Appetittmangel können äußere Zeichen einer solchen Abhängigkeit sein.
Es können auch körperliche Entzugssymptome dazukommen, die meist aber schwächer ausgeprägt sind als die einer Alkohol- oder Opiatabhängigkeit.