10 eklige aber auch interessante Fakten über deine Zunge, die du bestimmt noch nicht wusstest!

370 total views, 11 views today

Geschmacksknospen

Die Geschmacksknospen der Zunge sind erstaunlich. Die durchschnittliche, menschliche Zunge besitzt 2000-8000 von ihnen. In der Regel „lebt“ eine Knospe bis zu 10 Tagen. Sie sitzen auf der unebenen Oberfläche der Zunge und erkennen dort die fünf Geschmacksrichtungen, salzig, sauer, süß, bitter und umami (letzteres ist für einen herzhaften Geschmack zuständig) und kombinieren sie um verschiedene Aromen schmecken zu können.

Die Zungenkarte
Das alte Verständnis über die Funktion der Zunge ging von vier Abschnitten aus, die fünfte Geschmacksrichtung war damals noch nicht anerkannt. (Bitter ist hier hellgrün, sauer gelb, salzig blau und süß in lila dargestellt.) Doch diese Interpretation der Analyse von 1901 ist falsch. Alle Bereiche der Zunge können einen Geschmack erkennen, nur sind die markierten Bereiche besonders empfindlich für das jeweilige Aroma.

Muskelmasse
Es gibt ganze acht Muskeln, die die Zunge kontrollieren. Vier davon befinden sich in der Zunge und vier positionieren die Zunge an die Kiefer- und Gesichtsknochen. Die vier inneren können die Form der Zunge verändern und die vier äußeren sind für die Bewegungen zuständig.

Starker Schleim
Für ein Organ, das komplett aus Weichgewebe besteht und das sich in der direkten Umgebung von scharfen Zähnen befindet, wird die Zunge relativ selten verletzt. Grund dafür ist der Keratin-Schleim auf der Oberfläche der Zunge. Keratin ist auch in unseren Nägeln und Haaren enthalten, härtet sie und sorgt für Stabelität. Keratin sorgt also dafür, dass die Zunge hart wird.

 

Verbindung von Geruch- und Geschmackssinn
Oft scheint es so, dass Lebensmittel kalt nicht so gut schmecken, wie warm. Das liegt am Geruchssinn, denn der warme Essensdampf transportiert die Duftstoffe, die die Geschmacksknospen und das Gehirn anregen. In Verbindung von Geruch- und Geschmackssinn schmecken wir das Essen intensiver.

 

Die Landkarten-Zunge
Hierbei handelt es sich um eine gutartige Veränderung der Zungenoberfläche, bei der sich ovale, gerötete Inseln abzeichnen. Lediglich nur 2-3% der Menschen auf der Welt leiden an dieser seltenen Krankheit, die allerdings völlig ungefährlich ist. Die genauen Ursachen für das Auftreten dieser optischen Veränderung der Zunge sind bisher aber ungeklärt.

 

Krebswunden
Krebswunden sind zwar nicht harmlos, aber sie lösen sich selbst nach
10-14 Tagen wieder auf. Über 20 der Bevölkerung bekommen solche
Krebswunden mindestens 1x pro Jahr. Sie entstehen meistens durch ein
Trauma auf, das durch das Beißen auf Zunge oder Lippen verursacht wird.

 

Mundsoor
Mundsoor ist eine Hefepilz-Infektion im Mundraum. Sie kommt besonders
häufig bei Babys und Neugeborenen vor. Bei Erwachsenen betrifft es oft
alte und kranke Menschen. Mundsoor erkennt man an den weißen, ablösbaren
Belägen auf der Zunge und einer entzündeten Mundschleimhaut. Mit einem
bestimmten Mundwasser gegen Pilze kann man der Krankheit aber
entgegenwirken.

Orales Fibrom
Diese Wucherungen von Weichgewebe treten in der Regel nach wiederholten
Traumata, durch Beißen auf die betroffene Stelle auf und entwickeln sich
langsam über Wochen und Monate. Sie sind gutartig und haben keine
Symptome, dennoch schadet es nicht, sie von einem Arzt untersuchen zu
lassen, um auf Nummer sicher zu gehen.

Schwarze Haarzunge
Sie sieht zwar ekelhaft aus, ist aber völlig harmlos. Die Krankheit
tritt bei 3% der Bevölkerung, hauptsächlich bei Männern, auf.
Hervorgerufen wird sie durch eine Verlängerung bestimmter
Geschmacksknospen, die einen meist dunklen Belag bilden. Je nach
aktueller Nahrungsaufnahme verfärbt sich die Zunge dunkelgrün bis
schwarz. Eine schwarze Haarzunge kann ein Zeichen für eine schlechte
Mundhygiene sein. Sprich, mit der richtigen Mundpflege kann man dem
entgegenwirken.